Konzert mit Gospelchor Njabulo

Wieder afrikanische Lebensfreude pur in der Venner Kirche

Und draußen vor der Kirche geht es weiter. Das Gospelchor wollte nicht enden... Fotos: Heinz-Otto Müller
Und draußen vor der Kirche geht es weiter. Das Gospelchor wollte nicht enden... Fotos: Heinz-Otto Müller

Venne. „Wir kommen gerne im nächsten Jahr wieder“, sagte Max-Ole Tammen, Leiter des Afrika-Gospelchores Njabulo aus Osnabrück beim Jugendchorkonzert 2015. Und so geschah es. In der Venner Walburgis-Kirche fand ein Konzert mit afrikanischen Liedern statt – auf Einladung von Regenbogenkindern und Jugendchor der Walburgis-Gemeinde.

Njabulo heißt übersetzt Freude. Diese Freude begann mittags mit einem Workshop im Gemeindehaus. Dazu gehörten neue Lieder für den Jugendchor, gemeinsam gesungen, gemeinsames Essen, das Tanzen der Regenbogenkinder sowie Kaffee und Kuchen, von den Eltern der Kinder gebracht. Diese gemeinsame Zeit machte allen viel Spaß und bereitete eine freundschaftliche, bewegte Stimmung für das Konzert vor.

 

Viele Zuhörer

 

 

Dann endlich läuteten um 17 Uhr die Glocken und lockten erfreulich viele Zuhörer in die Kirche. Benjamin Schrul spielte zu Beginn „Nkosi sikeleli Africa“, ein Stück aus der südafrikanischen Nationalhymne, die später vom Chor Njabulo im Ganzen gesungen wurde. „Diese Hymne darf in keinem Afrikakonzert fehlen“ (Max). Auch die Regenbogenkinder können den Anfang singen „Gott segne Afrika“, sowohl auf Zulu als auch mit einem deutschen Text: „Dass die Liebe Gottes mit uns ist und dass wir in Frieden unsern Weg ziehn...“ So begrüßte Irmhild Köster, Chorleiterin und Initiatorin des Konzertes, die Konzertgemeinde und natürlich den Chor Njabulo, der längst mehr ist als einfach ein Gastchor.

 

Alle Konzertbesucher standen auf und klatschten schon beim Einzug des Chores, der singend und von Leiter Max-Ole Tammen mit der Trommel bewegt, in die Kirche hineintanzte. Irmhild Köster drückte ihre große Freude über eine neu beginnende Konzerttradition aus und fand, dass könnten alle gemeinsam auf Zulu und auf Deutsch gleichzeitig singen. „Lobet den Herren“ aus dem Gesangbuch und „Ake sibonge iNkosi enkulu yezulu“ aus dem „Zulu songbook“ erklang zur Orgel.

 

Singen und Bewegung

 

Dann folgte der Hauptteil des Konzertes: Musik des Afrikagospelchors. Ebenso besinnliche Lieder wie kräftige, starke Töne mit viel Bewegung waren zu hören: Njoo kwetu (Komm zu uns heiliger Geist und Tröster) und Ukuthula (Frieden bringt das Blut Christi in der Welt der Versuchung). Ke nna yo morena – Hier bin ich Herr. Ich bin angekommen. Dieses Lied aus dem Workshop wurde nicht nur gesungen, sondern passend zum Text zeigten sich alle Menschen in der Kirche mit Schritten, winkenden Armen und aufzeigenden Fingern.

 

Man fühlte sich nach Afrika versetzt, nicht nur durch die farbenfrohe Kleidung der Chorsänger, sondern auch durch die authentischen Vorträge der Lieder. Tammen brachte afrikanische Rhythmen und Stimmen zum Ausdruck, ein Solo von Sophie klang „sehr echt“ und hin und wieder waren die typischen besonders hohen Freudenklänge zu hören. Wer die Augen schloss, konnte sich wie in Afrika fühlen. Die Venner Chorleiterin, die als Partnerschaftsbeauftragte mehrmals in Südafrika war, kannte die Klänge.

 

Unterstützung für Appelsbosch

 

Sie rief dann auch zu Spenden auf: „Wir hier haben alles, was wir brauchen, aber in unserer Partnergemeinde Appelsbosch freut man sich sehr über unsere Unterstützung, auch für den jungen Pastor Nhlonipho Mdletshe, der gerade seinen Dienst begonnen hat.“

 

Die beiden Venner Chöre sangen „Mamalye“ und klangen auch schon ein bisschen afrikanisch, erhielten viel Applaus und hatten mit dem Chor Njabulo ein Stück aus dem Vaterunser auf Zulu einstudiert: „Mayenziwe’ntando yakoo“ (Dein Wille geschehe). Ein neues Lied von Jugendchor und Regenbogenkindern war in diesem Jahr „Hamba kahle – Farewell my friends“: Auf Wiedersehen, macht’s gut, bis zum nächsten Jahr.

 

„Think of me, forget me not, remember me, wherever I go“, so sang der Chor Njabulo und kann ziemlich sicher sein, dass niemand, der dabei war, irgendjemanden vergisst. Alle Chöre und Gäste zogen singend mit Sonnenblumen winkend aus der Kirche, wobei großzügige Spenden in die Körbchen gelegt wurden. Das Konzert wollte wie im Vorjahr gar nicht enden, und draußen vor der Kirche wurde weiter das Workshoplied „Vuma“ gesungen. Es sagt: Glaube an Gott und du wirst errettet sein.

 

Whatsapp aus Südafrika

 

Im letzten Moment kam noch per Whatsapp eine ersehnte Nachricht von Superintendent Nathi Myaka aus dem Partnerkirchenkreis Umngeni in Südafrika: „I’m so happy to know, that you have an Africa concert today. This means, that you keep Africa dear in your thoughts. We also hold you dear in our hearts...“ Er freute sich darüber, dass es das Afrika-Konzert in Venne gab und die Venner Afrika im Herzen haben.

 

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